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Flucht aus Syrien: Berufsausbildung in der Schweiz

In Kürze:  Vor 2 Wochen berichteten wir über unsere Lernende Hadya Khalil. Wir schrieben über Ihre anstrengende und auch traumatische Flucht in die Schweiz. Doch heute ist Hadya bei uns, der Alpiq InTec angekommen. Wir geben Ihnen hier ein wenig Einblick in ihren Arbeitsalltag.

Als nächstes plant Hadya hier im Lernenden-Blog eigene Beiträge zu verfassen.

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Doch zuerst führt uns der folgende Video-Clip zu einem ganz persönlichen Portrait:

https://www.youtube.com/watch?v=NlX6mSkY2n8

Den Fokus offen behalten

Manchmal zeichnet sich der Weg zu einem Ziel nicht immer klar ab. Verständlich, denn bei den vielen Einflüssen und Informationsflut der heutigen Zeit, ist es für manche schwierig den Überblick zu behalten. So kann es hilfreich sein, je nach Interessensgebieten möglichst breitgefächert unterwegs zu sein.

Hadya hat dabei schon bald entdeckt, dass sie z.B. zusätzliche Qualifikationen braucht was Keyboard-Skills betrifft oder die Handhabung von PCs. Was für einen Schweizer Teenager selbstverständlich ist, z.B. Internet Zugang auf PC zu Hause, war bei Hadya nicht der Fall. Auch brachte sie aus Syrien keine Erfahrung mit solchen Geräten mit.

Doch Hadya besprach sie mit ihrem Job Coach Kathrin Neukom in Winterthur. Mit deren Unterstützung fand sie den für sie idealen Kurs und dank der finanziellen Unterstützung der Beratungsstelle war ein Kursbesuch überhaupt möglich.

Übrigens, wenn man nach Informationen sucht, dann lohnt sich ein Besuch der Webseite  Lehrstellenbörse der Schweiz, das LENA. Von der öffentlichen Hand ist es das weitaus grösste Portal seiner Art in der Schweiz. Es bietet kostenlos viele nützliche Informationen zur Berufswahl, Schnupperlehre und Lehrstelle.

Die Lena Webseite können wir als erfolgreicher MultiTec-Lehrbetrieb mit 20 Lehrberufen nur empfehlen.

Das Gute daran ist, dass das LENA für den User unabhängig und neutral auftritt. Auch die wichtigen Ansprechpartner der Lehrbetriebe werden bei den offenen Lehrstellen genannt. Eine Kontaktaufnahme wird somit einfach begünstigt.

Kaum zu empfehlen sind hingegen Lehrstellenplattformen, bei welchen Informationen nur gegen Bezahlung offen gelegt werden. Hier ist der Schüler nie sicher, ob alle Lehrstellen aufgezeigt werden, oder aber nur diejenigen von den Firmen welche Geld dafür bezahlt haben.

Die beste Ressourcenseite: Berufe von A-Z für angehende Lehrlinge von LENA.

Mit Selbstreflexion agieren

Natürlich kommt man nicht darum herum, sich über seine Bedürfnisse und Fähigkeiten Gedanken zu machen. Da hilft z.B. sich Fragen zu stellen wie:

  1. Was kann ich z.B. gut und was liegt mir nicht so?
  2. Was interessiert mich mehr, was wiederum weniger?
  3. Und wer bietet mir eine Lehrstelle auf dem Gebiete wo ich mir vorstellen kann zu arbeiten?

Wir haben uns in diesem Blog schon des Öfteren mit ähnlichen Themen befasst.

Ein zentraler Punkt jedoch ist, einen „Plan B“ zu haben.

Das ist eigentlich keine neue und bahnbrechende Erkenntnis, aber wenn man sich dies immer wieder in Erinnerung ruft, kann das entscheidend sein. Die Fragen, die man sich stellen könnte, wären z.B. wie folgt:

  • Was wäre, wenn mein erstes Vorhaben scheitern würde?
  • Was für ähnliche Ausbildungen würde mich auch noch interessieren?
  • Bringe ich die nötigen Skills für den Plan-B mit?
  • Bietet ein potentieller Lehrbetrieb vielleicht eine Ausbildungsalternative an?
  • Habe ich für alle Fälle bei 3 Betrieben geschnuppert?

Gute Beratung ist Gold wert

Die Erfolgsgeschichte von Hadya zeigt auf, dass professionelle Beratungsstellen, eine sehr wichtige Funktion haben.

So wie z.B. auch die Integrationsbegleitung des AOZ Zürich. Aber auch die Fachstelle für Jugendliche in Winterthur. Beide haben Hadya tatkräftig unterstützt und in beiden Fällen sind die Coaches die Extrameile gegangen. Hadya hat wiederum deren Vorschläge, Tipps, usw. tatkräftig und motiviert umgesetzt und z.B. ein Praktikum gemacht im „läbesruum“. Aber auch Deutschkurse besuchen und weitere Hilfestellungen braucht es.

Das AOZ Zürich wie auch die Fachstelle für Jugendliche Winterthur zeigen, dass sie mit ihrer Erfahrung lenken können. Deren Auswertung hilft die nächsten Schritte zu planen.

Doch ein ganz wichtiger Teil des Erfolges ist, dass man wie Hadya die Ratschläge auch annimmt und umsetzt.

„Man kommt viel einfacher voran, wenn man sich ernsthaft weiter entwickeln will. Die Ziele rücken eher in greifbare Nähe.“

Stellt man sich z.B. quer, dann ist ein Lernerfolg kaum spürbar. Unzufriedenheit und Frustration machen sich breit.

Hadya Khalil mit ihren Eltern zu Hause bei den Video Aufnahmen.

Hadya Khalil mit ihren Eltern zu Hause bei den Video-Aufnahmen.

Ohne Fleiss kein Preis

Ein altes Sprichwort. Wenn man ein Berufsprofi werden will, dann muss man den Weg der Profis beschreiten.

Es ist daher kaum möglich, z.B. eine Goldmedaille in den schweizerischen Berufswettbewerben zu gewinnen, wenn man nicht geübt hat. Dieses Training geht mit einer eindeutigen Strategie einher – nämlich zu gewinnen!

Egal ob Jugendliche sich für ein Praktikum, eine Schnupperlehre, oder eine Lehrstelle bewerben. Die richtige Strategie entscheidet über Erfolg, oder Misserfolg.

Im Vorfeld steht deshalb immer das Bewerbungstraining. Das Ziel ist ein entsprechender Ausbildungsplatz und ein Lehrberuf an dem man Freude hat.

Die Motivation als Antrieb

Sich selber motivieren zu können, ist sehr individuell und kommt auf den Menschen an. Dazu ist auch das Umfeld wichtig, in welchem man sich bewegt.

Soviel wie uns Hadya verraten hat, plant sie hier Blog einen Beitrag über das Thema „Motivation“ zu schreiben. Wie sind sehr gespannt, wie der Beitrag ausfallen wird und was Hadya uns noch mehr erzählen will.

Übrigens, falls Du noch eine Lehrstelle suchst oder Sie noch jemanden kennen der noch keine hat, wir haben noch einige Plätze offen für August 2018.

Jetzt gleich bewerben und am Puls der Technik direkt mit dabei sein!

Die beste Ausbildung findet man bei Alpiq InTec.

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Ihre Meinung ist uns wichtig

Hadya ist bei uns angekommen. Sie beteiligt sich jetzt auch aktiv am Lernenden Blog. Damit möchte sie einen Einblick in ihr Arbeits- und Lernalltag gewähren. Ebenfalls wichtig ist Hadya über ihre ganz persönlichen Erfahrungen aus ihrer Ausbildung zu erzählen.

Und vor allem was es alles gebraucht hat, bis sie in ihrem Ausbildungsbetrieb angekommen ist wird ein Thema sein. Ihre Geschichte bewegt und interessiert.

Doch was uns interessiert ist ihre Meinung zu diesem Thema, wie z.B.:

  1. Haben Sie Erfahrungen in der Ausbildung von Flüchtlingen (z.B. Sprachunterricht, Integrationsarbeit, am Ausbildungsplatz im Betrieb, usw.)?
  2. Wie denken Sie können Betriebe wie z.B. die Alpiq InTec Flüchtlingen noch mehr helfen sich einen Ausbildungsplatz zu sichern?
  3. Was können wir im täglichen Lebensalltag tun, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern?

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar unten im Kommentarfeld. Wir, oder Hadya selbst, werden diesen ganz sicher beantworten.

Lehrstelle dank Durchhaltevermögen

Die Berufsbildung bei Alpiq InTec nimmt einen grossen Stellenwert ein. Deshalb handeln wir auch danach. Unsere Lernenden schliessen ihre Ausbildungen regelmässig mit top Abschlussnoten ab. In einigen Lehrberufen gewinnen sie sogar Berufswettbewerbe wie bei den Swiss-Skills.

Im Frühling 2016 haben wir uns deshalb mit einem neuen Thema auseinander gesetzt. Nach Eingang einer Anfrage der Zürcher Fachorganisation zur Förderung sozialer und beruflicher Integration AOZ, haben wir die Möglichkeit geprüft, jemandem mit Flüchtlingsstatus eine Chance auf eine Berufsausbildung zu bieten. Ein Projekt das gut vorbereitet sein wollte.

Deutsch als Mindestanforderung

Nach dem ersten Meeting mit Vertretern des AOZ waren wir uns einig. Um eine richtige Ausbildung im Büro erfolgreich absolvieren zu können, ist mindestens das Sprachniveau B2 in Deutsch erforderlich. Nicht, um die Hürden der Anforderungen hoch ansetzen zu wollen. Sondern um lediglich sicherzustellen, dass die/der zukünftige Lernende über das in der Berufsschule geforderte Leseverständnis verfügt. Dies war dann auch unsere Vorgabe.

hadya-und-irene-pauli

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Schon bald hatten wir auch einen Namen und einen entsprechenden Lebenslauf vorliegen. Das entsprechende Deutschniveau von Hadya Khalil aus Syrien war zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht erreicht. Aber das wäre ja auch ganz schön sportlich gewesen, denn sie flüchtete erst im Jahr 2013 in die Schweiz.

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Aus diesem Gesichtspunkt entschieden wir, uns ein Jahr mehr Zeit einzuräumen und einen möglichen Ausbildungsstart auf den Sommer 2017 zu legen. Alle unterstützten dieses Projekt von Anfang an. Vom CEO, über Human Ressources, bis zur Berufsbildnerin und Mitlernenden.

Zwischenzeitlich besuchte Hadya fleissig ihre Deutschkurse, um das begehrte Deutschniveau B2 zu erreichen. Natürlich schaute sie bei uns vorgängig rein, damit sie alle kennenlernen konnte. Ihr gesetztes Ziel war eine Ausbildung als Büroassistentin EBA zu starten.

Start im Sommer 2017

Alle neuen Lernenden werden bei Alpiq InTec fachgerecht und professionell eingeführt. Inzwischen hatte Hadya ihre Ausbildung als Büroassistentin EBA am Hauptsitz von Alpiq InTec in Zürich gestartet. Auch sie wurde in das Einführungslager nach Sursee eingeladen. Dort hatte sie die Möglichkeit ihre Mitlernenden ihrer Region kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen.

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Ich habe in Sursee drei Lehrtöchter von Kummler+Matter kennen gelernt.

EFZ-Abschluss als Hauptziel

Inzwischen ist Hadya richtig „angekommen“ und macht dank unseren kompetenten Berufsbildnern erfreuliche Fortschritte. Als ganz grosses Ziel hat sie sich deshalb den Lehrabschluss als Kauffrau EFZ vorgenommen.

Wenn das nicht ein Beispiel erfolgreicher Integration ist?

Um ihre Schreibkompetenzen weiter zu schärfen wird Hadya hier im Lernenden-Blog die Rolle einer Autorin übernehmen. Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Beiträgen sie aus der Berufsbildung berichten wird.


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Bei Alpiq InTec werden schweizweit rund 480 Lernende in 20 verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. Jedes Jahr haben wir 140 neue Lehrstellen im Angebot. Jede 16.te Bewerbung führt bei uns zum Erfolg. Rund 61% aller Lernenden werden nach ihrer Ausbildung übernommen.


Habt ihr Fragen an Hadya und interessiert ihr euch für ihren Werdegang?

Hinterlasst einen Kommentar unten im Kommentarfeld und wir werden diesen ganz sicher beantworten.

Oder wollt ihr euch direkt bewerben? Hier geht’s zu den offenen Lehrstellen!

Fragen?
Kontaktiere uns!

Rolf Siebold, Leiter Berufs- und Weiterbildung, gibt Dir gerne Auskunft.

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Bouygues E&S
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